Kreative Ideen durch Brainstorming

Unternehmen sind immer stärker auf originelle Ideen der eigenen Mitarbeiter oder externer Dienstleister angewiesen. Kreatives Denken ist gefragt, sobald es um innovative Marketingkampagnen und den direkten Dialog mit dem Kunden geht. Doch was ist eigentlich kreativ? Letztlich gibt es hier keine objektiven Kriterien, die bemessen, wie (un-)kreativ eine Idee eigentlich ist.
 
Die weit verbreitete Annahme, dass kreative Menschen zugleich intelligente Menschen sind, ist nicht wissenschaftlich bestätigt. Demzufolge ist jeder von uns zu kreativen Leistungen fähig, unabhängig von Geschlecht, Rasse oder Alter. Eine Voraussetzung für die Entwicklung kreativer Ideen ist unter anderem die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte umzustrukturieren und bereits bekannte Begriffe oder Gegenstände komplett neu zu definieren. Hilfreich ist es außerdem, neugierig und offen gegenüber einer speziellen Problemstellung zu sein, um zu einer neuen und spannenden Lösung zu gelangen.
 
Die Forschung hat gezeigt, dass sich unsere Kreativität durch eine Reihe an Methoden und Techniken fördern und steigern lässt. Eines der bekanntesten und  häufigsten angewandten Methoden unter den Kreativitätstechniken ist das Brainstorming. Der amerikanische Werbefachmann Alex F. Osborn entwickelte sie Ende der 30er Jahre, als er die knappe Zeit auf einer Konferenz für die Produktion von Problemlösungsvorschlägen besser und effektiver zu nutzen versuchte. Sie ist vorrangig eine rein intuitive Einfallmethode, welche in einer Gruppe stattfindet und auf freien Assoziationen beruht. Die Bewertung der Ideen und deren Auswahl, aber auch die Umsetzung der produzierten Ideen werden am Ende der Sitzung gemeinsam in der Gruppe festgelegt.
 
Ich habe bereits als Moderatorin ein Brainstorming durchgeführt und kann bestätigen, dass diese Maßnahme zu wirklich guten Lösungen führen kann. Sie macht  auch Spaß macht – gesetzt den Fall, dass alle Teilnehmer folgende vier Grundregeln beachten:

  1. Je mehr Ideen, desto besser
  2. Je ungewöhnlicher die Ideen, desto besser
  3. Verbessere und ergänze die bereits genannten Ideen
  4. Übe keine Kritik

Die Idee dahinter beruht auf den folgenden Annahmen:

  • Mehrere Personen (max. 10 Teilenehmer) tragen zur Problemlösung bei und sorgen so für einen höheren Output
  • Eine entspannte und „demokratische“  Kommunikation zwischen den Beteiligten wird gestärkt, überflüssige Diskussionsvorgänge werden vermieden
  • Das Ausschalten denkpsychologischer Barrieren stimuliert die Entstehung kreativer Lösungen

Wichtig hierbei ist außerdem, dass die Gruppe nicht zu groß bzw. zu klein ist, d. h. im besten Falle  fünf und sieben Teilnehmern umfasst. Diese sollten sich außerdem gegenseitig gut ergänzen, indem sie unterschiedliche Charaktere widerspiegeln und – wenn möglich – aus verschiedenen Abteilungen bzw. Berufszweigen stammen.
 
Was ist mit euch – habt ihr bereits positive oder negative Erfahrungen mit einem Brainstorming gesammelt?

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