Dubioses Schreiben von der Gewerbeauskunft-Zentrale

Ein Bericht von Maler und Blogger Heyse aus Hannover hat mich dazu gebracht, von einem dubiosen Brief zu berichten, den ich Ende letzten Jahres zugeschickt bekam. Brief Gewerbeauskunft ZentraleDabei nahm ich an, dass es sich um ein formelles Schreiben vom Gewerbeamt handelt. Wie viele andere kleine und mittelständische Unternehmen war ich auf den „amtlichen Look“ dieses Schreibens hereingefallen, in dem ich gebeten wurde, meine aktuelle Geschäftsadresse per Unterschrift zu bestätigen. Sicherlich war es nicht ganz schlau von mir, den Brief nicht ganz genau durchzulesen. Denn diese dubiose Firma aus Düsseldorf mit dem Namen Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE GmbH) kalkuliert genau das: dass man in der stressigen Vorweihnachtszeit nicht das Kleingedruckte liest und den Brief wieder zurücksendet.
 
Damit holt man sich ein zweijähriges Abo im Wert von 569,06 Euro pro Jahr ins Haus. Wahnsinnig unverschämt! Nun gibt es viele Anwaltskanzleien, welche ihre Dienste speziell im Fall der Gewerbeauskunft-Zentrale zum Pauschalpreis anbieten. Ich habe dankend darauf verzichtet. Rechtsanwalt Thomas Meier erklärt in diesem Video anschaulich, wie Betroffene reagieren können:
Alternativ könnt ihr dieses Video auch über folgenden Link abrufen: http://www.youtube.com/watch?v=d5FrK4dqJiU.
 
Obwohl der Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE GmbH) durch ein Urteil des OLG Düsseldorf untersagt wurde, die von ihr bis dahin genutzten Formulare weiter zu verwenden, verschickt die Firma weiter Post. Ich gehe davon aus, dass es noch immer einige Unternehmen gibt, welche zahlen, aus Angst vor einem Gerichtsverfahren.
 
Was ist mit euch – habt ihr auch schon Erfahrungen mit dubiosen Anschreiben per Post oder per E-Mail gesammelt?

4 Comments
  1. Hallo Herr Holzheier,

    vielen Dank für Ihr Feedback! Das nächste Mal brauchen Sie allerdings gar nichts bezahlen bzw. kontaktieren am Besten gleich einen Anwalt. Zum Beispiel Herrn Meier (s.o.), welcher sich in diesem Fall ja auch schon gut auskennt.

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