Welche Formen der Moderation gibt es?

Die Moderation bietet eine ganze Reihe an Vorteilen und unterstützt Arbeitsgruppen bei der Lösung von Problemen oder bei der Zielfindung. Während sich die einzelnen Teilnehmer ganz auf die Inhalte konzentrieren können, verantwortet der Moderator die Steuerung der Gesprächsführung. Mit seinen vielfältigen Visualisierungstechniken sorgt er für eine verbesserte Transparenz im Hinblick auf die bisher erreichten (Zwischen-)Ergebnisse.

Dabei lassen sich verschiedene Formen der Moderation und damit verbundene Herausforderungen unterscheiden:

Erarbeitungsmoderation
Gemeinsam mit dem Moderator erarbeitet die Arbeitsgruppe ein neues Themenfeld. Hier besteht die Herausforderung für den Moderator darin, dass die Teilnehmer die neuen Inhalte in einer möglichst umfassenden und für sie nachvollziehbaren Form erhalten. Ziel ist es, dass alle Beteiligten am Ende denselben Wissensvorsprung erreichen, um auf dieser gemeinsamen Basis effizient zusammenarbeiten zu können.

Erfahrungsmoderation
Hierbei tauschen sich alle Beteiligten untereinander aus. Dies bietet die Möglichkeit, von den Erfahrungen der anderen zu lernen, die eigenen Erfahrungen auf eine neue Weise zu reflektieren und sich gegenseitig zu inspirieren.

Entscheidungsmoderation
Ziel ist es, zu einem klar definierten Ergebnis zu kommen. Dies kann mitunter zu Konflikten bei der Auswahl einer geeigneten und von allen mitgetragenen Entscheidung führen. Hierbei spielt noch einmal die Vergegenwärtigung des verfolgten Ziels und der damit verbundenen Kriterien eine wichtige und nicht zu unterschätzende Rolle.

Umsetzungsmoderation
Hier existiert die Gefahr, dass finanzielle und organisatorische Hindernisse oder vorhandene Wissenslücken zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt sind bzw. keine Berücksichtigung finden und im Nachhinein zu einem Problem führen können. Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung ist darüber hinaus die konkrete Bestimmung, wer was bis wann erledigen muss. Um die damit verbundene Verbindlichkeit zu gewährleisten bzw. zu erhöhen, empfiehlt sich eine persönliche Unterschrift des jeweiligen Verantwortlichen hinter der entsprechenden Aufgabe.

Konfliktmoderation
Hier stellt sich ganz klar die Herausforderung, die Balance zwischen einer aktiven Konfliktansprache und einer Eskalation zu bewahren. Oftmals sind die Ursachen für Konflikte im Vorfeld unklar, was die Steuerung und Kontrolle einer Konfliktmoderation für den Moderator mitunter erschwert. Zudem sollte sich der Moderator möglichst frühzeitig darüber bewusst sein, ob und wann die Grenze für eine Bewältigung des Konfliktes im Rahmen einer klassischen Konfliktmoderation erreicht ist.

Feedbackmoderation
Eine offen gelebte Feedbackkultur ist nur in einem von Vertrauen und Wertschätzung geprägten Umfeld möglich. Die Herausforderung besteht darin, alle Regeln einer konstruktiven Kritik einzuhalten mit dem Ziel, dass das gegebene Feedback als befruchtend und inspirierend wahrgenommen werden kann.

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